Schweizerische Kriminalprävention - Prévention Suisse de la Criminalité


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Martin Boess

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Pädokriminalität

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News zum Thema Kindesmissbrauch

Trojaner ermöglicht Voyeur unbemerkten Zugang zu Webcams von Teenagern

image Ein Computerkrimineller aus dem Rheinland soll in die PCs von mindestens 150 Mädchen eingedrungen sein und die Kinder über Webcams ausspioniert haben, berichtet das Westfalen-Blatt. Für den Zugriff auf die Webcam nutzte er einen Trojaner, den er per E-Mails mit gefälschtem Absender als Bildschirmschoner verteilte. An die Adresse sei er durch den Einbruch in ein ICQ-Konto eines Versmolder Gymnasiasten gelangt. Der Täter soll über einschlägige Internetforen noch eine Vorauswahl getroffen haben, welchen Mädchen er das Schadprogramm unter dem Namen des Schülers zusendet.
Die Sache war aufgeflogen, weil sich zwei Mädchen an ein Mitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten (BvD) wandten, das im Rahmen eines Projekts Vorträge an Schulen hielt. Die Mädchen berichteten, dass die Kontrollleuchte der Webcam an ihrem Laptop leuchtete, obwohl sie die Internetkamera gar nicht eingeschaltet hatten. Der Datenschutzbeauftragte Thomas Floss untersuchte daraufhin die Rechner und fand den Schädling. Über die IP-Adresse wurde der Wohnsitz des Spanners festgestellt. Als die Polizei bei ihm klingelte, sollen auf seinem Computer gerade Videos aus etlichen Kinderzimmern gelaufen sein. Viele der Mädchen hätten zu leichtfertig die vermeintlich von dem Schüler geschickte Mail geöffnet und sich das Schadprogramm damit auf ihrem Computer eingefangen, erklärte Floss gegenüber dem Westfalen-Blatt.



Quelle: Heise.de; dab; 16.07.2010

Enter! Swisscom lanciert Ratgeber zur Online-Welt für Eltern

imageDass für die junge Generation die neuen Medien weniger neu sind als für deren Eltern, ist eine Tatsache, die nicht unproblematisch ist. Chatten, gamen, googeln und twittern; Lieblingsbeschäftigungen unserer Kinder, die aber auch Gefahren mit sich bringen. Gefahren, vor denen Eltern und Erziehungsberechtigte ihre Kinder oft zu wenig schützen können, weil sie selbst diese Welt zuwenig kennen.

Safer Internet Day 2010: Jugend geht naiv mit Privatsphäre um

imageWien (pte/08.02.2010/13:15) - Jugendliche legen in Bezug auf das Internet zu wenig Gefahrenbewusstsein an den Tag. Obwohl sie Online-Communitys wie Facebook und Co bereits als fixen Bestandteil ihres Alltags verstehen, haben nur die Wenigsten eine Ahnung von den Sicherheitseinstellungen der von ihnen genutzten Plattformen. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die Saferinternet.at http://www.saferinternet.at gemeinsam mit dem Institut für Jugendkulturforschung http://www.jugendkultur.at durchgeführt hat und die heute, Montag, anlässlich des morgigen EU-weiten Safer Internet Day 2010 der Öffentlichkeit präsentiert worden ist.

Wie die Untersuchung zeigt, ist den Jugendlichen der Schutz der Privatsphäre zwar wichtig. Was das eigene Wissen bezüglich der notwenigen Sicherheitsvorkehrungen betrifft, gibt es aber durchaus Aufholbedarf. So geben nur 14 Prozent der Befragten im Alter zwischen elf und 19 Jahren an, sich mit den Privatsphäre-Einstellungen auf den von ihnen genutzten Internet-Plattformen auszukennen. (Siehe hierzu unsere Videos zu Einstellungen der Privatsphäre auf safersurfing.ch) Rund 35 Prozent haben dort ein Profil angelegt, das für alle übrigen Community-Mitglieder völlig frei einsehbar ist.

Jugend kann Risiken schwer abschätzen
Den Saferinternet.at-Koordinator Bernhard Jungwirth stimmen die zu Tage geförderten Ergebnisse nachdenklich. "Die Jugend ist sehr naiv, was den Umgang mit der Privatsphäre im Internet betrifft. Oft ist ihnen nicht bewusst, wie offen all ihre Einträge oder Fotos bei Facebook und Co zugänglich sind", so der Jugendschutzexperte. Hier sei definitiv bessere Aufklärung notwendig, damit die Nutzer in der Lage sind, ihre Privatsphäre wirksam zu schützen.

"Jugendliche können oft schwer einschätzen, welche Inhalte ihnen später einmal zum Verhängnis werden können. Genau hier setzt Saferinternet an, indem wir gezielt daran arbeiten, das Bewusstsein zu schärfen, welche Informationen im Netz nichts verloren haben", betont Jungwirth. In diesem Zusammenhang seien aber nicht nur die jungen User selbst, sondern auch die Eltern und Lehrer gefordert. "Wir fordern, dass diese Thematik endlich in den Lehrplänen Einzug hält", ergänzt Jungwirth.

Unangenehme Spätfolgen

Dass das mangelnde Gefahrenbewusstsein in späterer Folge zu unangenehmen Erfahrungen der jungen User führt, beweisen die Studienresultate. So geben 34 Prozent der Befragten an, dass Freunde in Communitys schon einmal beschimpft worden sind. Rund 23 Prozent wurden "blöd angemacht" oder haben erlebt, dass Unwahrheiten über sie verbreitet wurden. Jeder Fünfte hat bereits zumindest einmal Fotos von sich im Web entdeckt, deren Veröffentlichung ihm unangenehm ist. Weitere zwölf Prozent haben bereits Nacktfotos geschickt bekommen.

Schulpaket ab sofort gratis im Netz
Um die Schulen bei ihrer Aufklärungsarbeit zu unterstützen, wurde ein neues Saferinteret-Schulpaket mit dem Titel "Schutz der Privatsphäre" herausgegeben. Entwickelt wurden die Unterrichtmaterialien auf Initiative von Saferinteret.at, Microsoft Österreich und erfahrenen Lehrenden in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt und der Datenschutzkommission. Interessierten steht das Paket ab sofort unter http://www.saferinternet.at/broschuerenservice kostenlos zum Download zur Verfügung.

Quelle: pressetext.ch

Neuigkeiten

«Facebook, Netlog & Co.: Aber sicher!» Die neue Kampagne zu Sicherheit im Internet für Kinder & Jugendliche: www.safersurfing.ch

Artikel

Erstellt am:
28.07.2005

Geändert am:
15.04.2006

Downloads

Broschüre «Die Polizei ist auch im Internet präsent»
8 Seiten, PDF (216 KB) »»
Broschüre «Cybertipp»
16 Seiten, PDF (631 KB) »»